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VON ANFANG AN AUS GUTEM HAUS


HOFBESUCH BEI BIO-JUNGHENNENAUFZUCHT ZETTER IM BURGENLAND

Etwas außerhalb des Ortszentrums von Unterschützen, einer kleinen Gemeinde im Bezirk Oberwart, befindet sich, umgeben von Wiesen und Feldern der Bio-Junghennenaufzuchtsbetrieb von Christian Zetter. Schon bei der Zufahrt fällt sofort auf, hier liebt jemand seine Arbeit. Man sieht frisch gepflanzte Weinstöcke, bunte Blumentröge und die Hühner hüpfen munter im Grünen umher. Ein reges Treiben und Gegacker wohin man blickt.

Seit April 2017 betreibt Christian Zetter die Junghennenaufzucht. Das war nicht immer so. Aufgewachsen auf dem elterlichen Hof, wo hauptsächlich Schweineaufzucht betrieben wurde, half Christian zwar tatkräftig mit, arbeitete aber hauptberuflich als Angestellter einer ortsansässgen Bank.

2013 hängte er jedoch die Krawatte sprichwörtlich an den Nagel. Er machte seine Leidenschaft, die Landwirtschaft zum Beruf und führte den Betrieb der Eltern im Vollerwerb weiter, bis 2015 leider ein Brand den Großteil der Stallungen zerstörte. Nachdem der erste Schock verflogen war, plante er den Wiederaufbau der Schweineaufzucht. Doch schnell wurde ihm klar, dass er ohne Mengen wirtschaftlich nicht bestehen konnte. Und so suchte er nach Alternativen für einen Neuanfang. Bei seiner Recherche stieß er auf Lugitsch.

WO EIN WILLE DA AUCH EIN WEG

Den Erstkontakt hatte der junge Landwirt mit unseren Lugitsch Mitarbeitern

Karl Fink, Verkauf und Produktionsberatung, und Ing. Alexander Krems, verantwortlich für Junghennenaufzucht. Christian erkannte seine Chance und entschied sich für die Bio-Junghennenaufzucht.

In Österreich unterliegt die Bio-Aufzucht und Haltung von Geflügel sehr strengen Auflagen. Eine fachgerechte Planung und Einholung von Informationen seitens der Behörden und Ämter ist die Basis für eine erfolgreiche Umsetzung. Ende 2015 war es dann soweit und der erste Bauplan für 4 x 4800 Einstallplätze wurde eingereicht. Doch  gleich zu Beginn gab es die erste Hürde zu bewältigen. Der für den Stall vorgesehene Platz wurde nicht genehmigt und so musste Christian eine Neuplanung vornehmen. Im Oktober 2016 erfolgte endlich die behördliche Zustimmung und Ende November konnte mit dem Bau begonnen werden. Trotz des kalten Winters, der das ganze Vorhaben weiter zu verzögern drohte, wurde der Stall letztendlich doch noch rechtzeitig zum geplanten Einzug der ersten Küken fertig.

„Die nervliche Belastung war schon sehr groß. Aber ich konnte und kann mich jederzeit an Alexander Krems wenden und mich zu 100% auf ihn verlassen“, so Christian über die Zusammenarbeit.

ELTERNARBEIT DER ETWAS ANDEREN ART

Aktuell wachsen auf dem Hof 4 x 4800 „Henriette“ Bio-Junghennen mit einem Alter von 4 Wochen heran. Die Aufzucht von Junghühnern ist arbeits- und zeitintensiv. Oft dauert ein Arbeitstag bis spät in die Nacht, denn die Küken durchleben, wie Kleinkinder, ebenso Phasen, bis alles rund läuft. Ab der 17. Woche ziehen die Hühner um in die Bio-Legebetriebe der Lugitsch-Partner. Die Stallungen von Christian Zetter sind nach modernsten Maßstäben ausgestattet und gemäß den strengen Anforderungen auf dem neuesten Stand der Technik, damit das Wohlbefinden und die Gesundheit der Tiere immer garantiert wird. Die verantwortungsvolle und gewissenhafte Arbeit des Landwirtes trägt maßgeblich zur Entwicklung von vitalen und legefreudigen Hühnern bei.

Die mehrmals täglichen Kontrollgänge meistert Christian alleine. Wenn die Tiere zur Nachtruhe in den Stall müssen, helfen aber alle mit.

Der gute Umgang mit den Tieren ist Christian Zetter sehr wichtig. Und dieses Gefühl für Tier und Natur gibt er auch an seine zwei kleinen Töchtern weiter. Seine Frau Doris ist der Liebe wegen zur Landwirtschaft gekommen und unterstützt ihren Mann in allen Bereichen.

Der neu gewählte Standort passt perfekt für seinen Bio-Betrieb. Die Umgebung bietet den Hühnern reichlich Grünauslauf, Idylle und Ruhe.

Und auf unsere Frage hin, was er sich für die Zukunft wünscht, antwortet Christian Zetter ganz bestimmt: „Beruflich möchte ich mich zu einem vertrauenswürdigen Aufzuchtsbetrieb für Legebetriebe entwickeln, der vitale, gesunde Tiere garantiert und auf den man sich verlassen kann. Privat wünsche ich mir, dass unsere kleine Familie gesund und munter bleibt und wir alle weiterhin so viel Spaß an der Arbeit haben, wie bisher.“