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Lugitsch News

HITZESTRESS- AGIEREN STATT REAGIEREN

Die in Österreich abgelieferten Milchmengen sind nach wie vor sehr hoch. Viele Betriebe erzielen durchschnittliche Milchleistungen, die deutlich über den Vorjahren liegen. Jetzt gilt es, diese Leistungen über die heißen Sommermonate und die bevorstehenden Grundfutterwechsel bestmöglich abzusichern. Genau deshalb ist es umso wichtiger, Hitzestress frühzeitig vorzubeugen.
Das beginnt damit, Ventilatoren bereits ab 20°C einzuschalten. Dabei ist es wichtig, Wurfweite und Windrichtung zu kontrollieren und bei Bedarf anzupassen.          

Dem Kuhkomfort sollte besondere Bedeutung geschenkt werden, denn auch im Sommer sollen die Tiere viel Zeit im Liegen verbringen. Überbelegung im Stall ist strikt zu vermeiden. Werden Kühe mit Brunnenwasser getränkt, sollte die Wasserqualität zumindest einmal pro Jahr kontrolliert werden. 

Auch die Hygiene der Tränken ist ein wesentlicher Faktor für Tiergesundheit, Futteraufnahme und Leistung. Im Sommer wird dringend empfohlen, die Tränkebecken täglich mindestens einmal zu leeren. Zwei- bis dreimal pro Woche sollten die Tränken mit einer geeigneten Bürste gereinigt werden, um die

Bildung von Biofilmen zu vermeiden. Bei schlechter Wasserqualität oder verschmutzten Tränkebecken geht die Wasseraufnahme deutlich zurück. Das kann zu
verminderter Futteraufnahme, niedrigeren Leistungen und krankheitsanfälligeren Tieren führen.

Rinderfütterung - wie wichtig sind Futtermittelzusätze / Ergänzungsfutter

Seitens der Fütterung sind sowohl eine hohe Futterqualität als auch konstante Rationen essenziell. Die Kontrolle des Trockenmassegehalts der Ration sollte ebenso zur wöchentlichen Routine gehören, wie der kritische „Griff ins Futter“ zum Prüfen, ob die vorgelegte Ration warm wird.

Bei einmaliger Fütterung am Tag wird das Futter im Idealfall abends vorgelegt. Das bringt den Vorteil, dass ein großer Teil des Futters bereits während der kühlen Nachtstunden gefressen wird. Außerdem kann dadurch die ständige Verfügbarkeit und Erreichbarkeit des Futters besser kontrolliert werden. Wenn zu wenig gefüttert wurde, fällt dies tagsüber leichter auf und es kann schneller reagiert werden.

Wie wir Menschen schwitzen auch Kühe, wenn es heiß ist. Dadurch gehen nicht nur Flüssigkeit, sondern auch wichtige Mineralstoffe verloren. Das muss bei der Mineralstoffversorgung unbedingt berücksichtigt und mit höheren Mineralstoffgaben ausgeglichen werden.

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